Neuigkeiten zur Verbunskirchengemeinde Türkheim-Aufhausen (GZ Bericht)

Für Gemeindemitglieder ändert sich nichts  
Ab Januar 2019 neu auf der Alb: die Verbundkirchengemeinde Türkheim-Aufhausen.

Auf der Alb ändert sich ab dem 1. Januar 2019 etwas in der Kirchenstruktur: Aus den selbstständigen Kirchengemeinden Türkheim und Aufhausen mit einem dafür zuständigen Pfarramt Türkheim-Aufhausen wird die Verbundkirchengemeinde Türkheim-Aufhausen.

Eine Verbundkirchengemeinde ist ein relativ neues Konstrukt der Landeskirche. Dabei ändert sich nichts für die Gemeindemitglieder, aber die Kirchenverwaltung wird verschlankt. „Das ist kein Zusammenwachsen wie bei einer Fusion, aber auch kein so loser Zusammenschluss wie bei einer Gesamtkirchengemeinde“, erklärt die für beide Kirchengemeinden verantwortliche Pfarrerin Helga Striebel. Die beiden Kirchengemeinden bleiben als einzelne Kirchengemeinden erhalten, werden aber verwaltungstechnisch zusammengeschlossen. Das heißt, statt zwei Kirchengemeinderäten gibt es in Zukunft nur noch einen Verbundkirchengemeinderat. Der jedoch besteht paritätisch aus den Kirchengemeinderäten aus Aufhausen und aus Türkheim. „Und diese werden auch nach wie vor in den jeweiligen Gemeinden separat gewählt“, erläutert Helga Striebel. Für sie als Pfarrerin bedeutet das jedoch nur noch eine Sitzung pro Monat, und alle Entscheidungen werden gleichzeitig gemeinsam gefällt. „Aber wenn in einem der Orte etwas zu organisieren ist, wie zum Beispiel eine Veranstaltung, dann kann sich der jeweilige Rat dafür auch im kleinen Gremium treffen.“
Neu ist dann auch, dass es nur noch einen Haushaltsplan für die Verbundkirchengemeinde gibt, für den dann auch nur noch eine Kirchenpflegerin zuständig sein wird. „Das macht verwaltungstechnisch einiges einfacher“, sagt Helga Striebel.

Pfarrstelle soll attraktiv bleiben
Grund für die Veränderung dieser Strukturen ist der Pfarrplan 2024. Statt der bisherigen 100-Prozentstelle wird die Pfarrstelle Türkheim-Aufhausen dann nur noch mit 75 Prozent besetzt, der Pfarrer erhält mit weiteren 25 Prozent die Hochschulseelsorge dazu. Die Kirchengemeinderäte in Türkheim und Aufhausen wollten den Pfarrplan nicht einfach auf sich zukommen lassen, sondern die kommenden Veränderungen aktiv mitgestalten, wie die Seelsorgerin erklärt. „Damit die Pfarrstelle auch in Zukunft möglichst attraktiv bleibt und bei Bedarf problemlos wieder besetzt werden kann.“

Genau für diese Situation sei das Konstrukt der Verbundkirchengemeinde von der Landeskirche neu geschaffen worden. Im Gegensatz zu einer Fusion bleiben die jeweiligen kircheneigenen Gebäude im Besitz der einzelnen Kirchengemeinden. „Die meisten Gemeindemitglieder werden gar nichts von der Veränderung merken“, betont Pfarrerin Helga Striebel. Nach wie vor finden die Sonntagsgottesdienste in beiden Gemeinden statt, nur zu besonderen Gelegenheiten werden sie – wie bisher schon – gemeinsam gefeiert. Und auch die Pfarrerin selbst, die in Dornstadt wohnt, hält sich im Pfarramt in Aufhausen dienstlich genauso oft auf wie im Pfarramt  in Türkheim.

Anfang Januar findet eine konstituierende Sitzung des neuen Verbundkirchengemeinderates statt. Dabei werden die Ämter wie Kirchenpflege, Vorsitzender oder Synodaler neu gewählt bis zu den offiziellen Kirchengemeinderatswahlen im Dezember. 

Quelle: Geislinger Zeitung, Dienstag, den 18. Dezember 2018 , cb

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