Wie ist es mit der Taufe?

Der Pfarrer und Volontär Valentin von evangelisch.de erklärt alles Wichtige zur Taufe.

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Die Taufe

Ein Leben mit Gott

Wenn Kinder oder Erwchsene auf den Namen des dreieinigen Gottes getauft werden, dann wird ihnen damit gesagt: "Gott will Dir ein treuer und Liebender Begleiter sein!" Das gilt - ein Leben lang und über das Leben hinaus

Bei der Taufe wird Wasser verwendet als Zeichen: Was Du zum Leben brauchst, will Gott Dir geben. Wenn Du schuldig bist gegenüber Menschen und Gott - Gott will Dich reinwaschen mit seiner vergebenden Liebe.

Dazugehören

Durch die Taufe wird man Mitglied der Kirchengemeinde. Deswegen finden Taufen im Gemeindegottesdienst statt. Zum christlichen Glauben gehört von Anfang an die Gemeinschaft mit anderen Christen, vor allem im Gottesdienst. Anregung, Infragestellung, Trost und Ermutigungfür die eigene Lebensgestaltung sollen vom Glauben kommen. Dabei hilft gemeinsames Nachdenken über Gott und das gemeinsame Gebet

Glaube ist wie eine Sprache

Dass ein Mensch zum Glauben findet, vollzieht sich ähnlich wie das Erlernen einer Sprache. Die lernt man über das Zuhören, über das Erkennen von Worten und Ihrer Bedeutung. Nicht anders ist es mit dem Glauben: Dass einer überhaupt das Wort "GOTT" kennt, setzt voraus, dass zum Beispiel Eltern es ihrem Kind sagen.

Darum versprechen Eltern und Paten bei kleinen Kindern, dass sie ihrem Kind von Gott erzählen und dafür Sorge tragen, dass das Kind bei den Angeboten der Gemeinde und im Religionsunterricht etwas vom christlichen Glauben erfährt!

Der Taufspruch

Vom Urlaub nehmen wir ein Souvenir mit, weil unsere Erinnerung gerne an Gegenständen hängt. Bei der Taufe wirde dem Täufling eine Taufkerze überreicht und ein Bibelvers als Taufspruch Diese Erinnerung an die Taufe können Sie schon vor dem Taufgespräch selbst aussuchen: Gerne bringt Ihnen Pfarrer Keinath bringt ein Büchlein mit Taufsprüchen vorbei. Unter www.taufspruch.dekönnen Sie im Internet auch selbst nach einem passenden Taufspruch suchen.

Nehmen Sie Kontakt auf!

Wenn Sie eine Taufe planen, treten Sie bitte mit dem Pfarramt in Kontakt (Tel.07335/5200). Gerne wird Pfarrerin Magdalena Smetana gemeinsam mit Ihnen einen Taufsonntag auswählen und im Rahmen eines Taufgesprächs die Taufe mit Ihnen vorbereiten. Schön wäre es, wenn sich für das Taufgespräch auch die ausgewählten Paten Zeit nehmen könnten.  

Wer kann Pate oder Patin werden?

  • Alle getauften Christinnen und Christen, die einer der Kirchen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) angehören.
  • Evangelische Christen müssen mindestens 14 Jahre alt sein. 
  • Mindestens ein Pate muss Mitglied einer evangelischen Landeskirche sein, der Zweite muss Mitglied einer in der ACK zusammengeschlossenen Kirchen sein. 
  • Wer Pate oder Patin werden möchte, muss eine Patenbescheinigung seiner eigenen Kirchengemeinde vorlegen.

Taufe:

Ein neuer Mensch entsteht Die Taufe ist ein Zeichen für die Reinigung und Erneuerung des Menschen Die Taufe ist nach wie vor ein populäres Fest, auch wenn die Zahlen rückläufig sind. In den vergangenen zehn Jahren sind allein in der württembergischen Landeskirche die Taufen um ein Drittel zurückgegangen. Fast 22000 Kleinkinder, zunehmend auch Jugendliche und Erwachsene, sind 2003 in Württemberg getauft worden. Doch was ist die Taufe? Und was geschieht dabei? Die Taufe ist ein Zeichen für eine Sache, die sie in zwei verschiedenen, aber zusammenhängenden Bildern darstellt. Das erste Bild: ein Mensch wird gewaschen. Und zwar nicht sein Hals, auch nicht seine Füße und sein Leib, sondern gewaschen wird der innere Mensch, der Charakter. Man könnte auch sagen: der ganze Mensch. Er wird sauber. Wenn der Mensch „gewaschen“ ist, gilt er nicht mehr als ein Schuldiger oder als ein Sünder. Ihm ist vergeben, und er steht nun „rein“ da. „Wasche mich rein von meiner Missetat und reinige mich von meiner Sünde“, heißt es in Psalm 51,4. Das geschieht bei der Taufe. Die jüdischen Zeitgenossen Jesu kannten das. Bei Ausgrabungen hat man viele Tauchbäder gefunden: eine Art steinerne Badewannen, die der Reinigung dienten, aber eben nicht in erster Linie der körperlichen, sondern der charakterlichen, geistlichen Reinigung. Eine besondere Rolle spielte das in dem ausgegrabenen jüdischen Kloster von Qumran am Toten Meer, wo gleich mehrere große Reinigungsbäder gefunden worden sind. Im Neuen Testament kann man es am besten nachvollziehen in der Geschichte Johannes des Täufers, als er im Jordan die Menschen untertaucht (Lukas 3,1–18). Die Menschen sollten durch diese „Waschung“ vorbereitet werden auf das Kommen des Messias, den Johannes in Jesus erkannt hat. Um nicht von ihm nach der Vorstellung des Johannes „wie Spreu mit unauslöschlichem Feuer verbrannt“ zu werden, müssen sie rein, müssen sie gewaschen sein, wenn der Messias kommt. Das zweite Bild meint zwar dasselbe, ist aber härter. Da ist die Taufe ein Sinnbild für das Ertränken eines Menschen. Er ist danach tot und wird als einer wieder lebendig, dem vergeben ist und der auf diese Weise rein wurde. Paulus schreibt darüber ausführlich in Römer 6. Da heißt es unter anderem: „Wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.“ Es entsteht also durch die Taufe ein ganz neuer Mensch. Anders als es sich Johannes der Täufer vorgestellt hat, ist dieser neue Mensch für immer anerkannt, wird für immer von Gott als Gottes Kind betrachtet oder wie im Johannes-Evangelium als „Freund Jesu“. Gott hält zu den Menschen So weist die Taufe auf den Kern des christlichen Glaubens hin. Gott liebt den Menschen so, wie er ist, und hält zu ihm, wie wenig der Mensch auch zu Gott halten mag. Das ist dem Leben, Sterben und der Auferstehung Jesu Christi zu verdanken. Da es sich um ein Zeichen handelt beziehungsweise um zwei Bilder für dieses Geschehen, genügt ein zeichenhafter Hinweis. Deshalb steht für die Taufe eine Schale mit Wasser zur Verfügung, und der Pfarrer oder die Pfarrerin gießt dem Täufling in der Regel etwas Wasser über den Kopf. In manchen Konfessionen ist das ursprünglich deutliche Zeichen erhalten geblieben. Die Baptisten, die nur Erwachsene taufen, haben in jeder Kirche ein großes Taufbecken, in dem die Täuflinge untergetaucht werden. Da „sieht“ man bis heute den Zusammenhang mit dem Waschen und dem Ertränken. Dietrich Mendt
Quelle: Evangelisches Gemeindeblatt für Württemberg ( www.evanggemeindeblatt.de/458.0.html )

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